Discussion:
Marathon Trainingsplan
(zu alt für eine Antwort)
Oliver Scheuch
2007-10-14 08:55:18 UTC
Moin njus-gruub,

Ich hab mich gestern mal ein wenig mit der Gestaltung eines
Marathontrainingsplans rumgeschlagen. Ausgegangen bin ich von meinem
Trainingsplan aus dem Winter 2003/2004, der wiederum u.a. auf den Plänen
von Hal Higdon basiert.
Mit diesem Plan sind außer mir ja schon einige hier recht gute Marathons
gelaufen.
Was dabei raus gekommen ist, möchte ich mal hier zur Diskussion vorstellen

*Excel 2007 Format*
http://www.oliver-scheuch.de/laufen/marathon-trpl-v-0.9.xlsx

*Excel 97-2003 Format*
http://www.oliver-scheuch.de/laufen/marathon-trpl-v-0.9.xls

Als Variablen (gelbe Felder) kann man auf der ersten Seite das Datum des
Marathons eingeben sowie eine 10km Zeit, die dann als Basis zur Berechnung
von Trainingstempi und einer vorraussichtlicher Zielzeit genutzt wird.

Im Trainingsplan (2.Seite) werden dann im Trainingsplan die ungefähre Dauer
jeder TE berechnet. Dort können dann auch die tatsächlichen absolvierten
TEs eingetragen werden, um schließlich auf der 3. Seite einen Soll-Ist
Vergleich der gelaufenen Wochenkilometer zu ermöglichen.

Der Trainingsplan kann natürlich auch angepasst werden.

Anmerkungen/Kommentare/Verrisse/Kritik usw. sind gern gelesen.

Ciao Oli
He!ke Lerg
2007-10-14 10:40:07 UTC
Vielen Dank
Einfach spitze.
So könnte ich ja sogar noch zu meinem M-Debüt kommen.

GrußHeike
Oliver Scheuch
2007-10-15 13:35:56 UTC
Post by He!ke Lerg
Vielen Dank
Einfach spitze.
Danke...
Post by He!ke Lerg
So könnte ich ja sogar noch zu meinem M-Debüt kommen.
:-)

Hamburg 2008? Dann brauchst du noch nicht mal das Datum ändern ;-)

Ciao Oli
Ca|in Rus
2007-10-14 21:29:07 UTC
Post by Oliver Scheuch
Was dabei raus gekommen ist, möchte ich mal hier zur Diskussion vorstellen
(...)
Anmerkungen/Kommentare/Verrisse/Kritik usw. sind gern gelesen.
Hammer! Danke für die Mühe!

Griß,
Ca"jetzt noch mehr OliSch-Fan"lin
--
In a perfect world, spammers would get caught, go to jail, and share a
cell with many men who have enlarged their penisses, taken Viagra and
are looking for a new relationship.
Quelle unbekannt
Oliver Scheuch
2007-10-15 13:36:24 UTC
Post by Ca|in Rus
Post by Oliver Scheuch
Was dabei raus gekommen ist, möchte ich mal hier zur Diskussion vorstellen
(...)
Anmerkungen/Kommentare/Verrisse/Kritik usw. sind gern gelesen.
Hammer! Danke für die Mühe!
Da nicht für, brauch ihn ja selber ;-)


Ciao Oli
Alex Stellwag
2007-10-15 13:56:13 UTC
Post by Oliver Scheuch
Was dabei raus gekommen ist, möchte ich mal hier zur Diskussion vorstellen
[...]
Post by Oliver Scheuch
Anmerkungen/Kommentare/Verrisse/Kritik usw. sind gern gelesen.
Supi, danke schön. Gefällt mir sehr gut und deckt sich sogar ganz nett
mit dem, was ich bisher gemacht bzw. vor habe :)

Al-"auch ohne den letzten Langen Lauf guter Stimmung"-ex
--
http://www.drsl.de/?werist=Alex_Stellwag
Andreas Cloos
2007-10-16 11:35:09 UTC
"Oliver Scheuch" wrote...

Mahlzeit,
Post by Oliver Scheuch
*Excel 97-2003 Format*
http://www.oliver-scheuch.de/laufen/marathon-trpl-v-0.9.xls
Als Variablen (gelbe Felder) kann man auf der ersten Seite das Datum des
Marathons eingeben sowie eine 10km Zeit, die dann als Basis zur Berechnung
von Trainingstempi und einer vorraussichtlicher Zielzeit genutzt wird.
Anmerkungen/Kommentare/Verrisse/Kritik usw. sind gern gelesen.
Zwischen GA1 und TDL gibt es irgendwie keinen zeitlichen Unterschied, oder?
Wenn ich die Trainingsart von GA1 in REKOM ändere, dann dauert die
Trainingseinheit länger, aber wenn ich GA1 und TDL vertausche, dann hat das
keine Auswirkungen auf die Dauer der Trainingseinheit. Bug, Feature oder
gucke ich nur falsch?
--
Saludos,
Andreas
Oliver Scheuch
2007-10-16 12:00:44 UTC
Post by Andreas Cloos
"Oliver Scheuch" wrote...
Mahlzeit,
Prost!
Post by Andreas Cloos
Post by Oliver Scheuch
*Excel 97-2003 Format*
http://www.oliver-scheuch.de/laufen/marathon-trpl-v-0.9.xls
Als Variablen (gelbe Felder) kann man auf der ersten Seite das Datum des
Marathons eingeben sowie eine 10km Zeit, die dann als Basis zur Berechnung
von Trainingstempi und einer vorraussichtlicher Zielzeit genutzt wird.
Anmerkungen/Kommentare/Verrisse/Kritik usw. sind gern gelesen.
Zwischen GA1 und TDL gibt es irgendwie keinen zeitlichen Unterschied, oder?
Wenn ich die Trainingsart von GA1 in REKOM ändere, dann dauert die
Trainingseinheit länger, aber wenn ich GA1 und TDL vertausche, dann hat das
keine Auswirkungen auf die Dauer der Trainingseinheit. Bug, Feature oder
gucke ich nur falsch?
Feature :-)
und du hast richtig gekuckt. Sind so Erfahrungswerte bei mir. Alles was so
mit Intervall/TDLs/Fahrtspiel zu tun hat lässt sich zusammengefasst
durchschnittlich auf GA1 Tempo reduzieren. Das, was man bei den 1000er
Wiederholungen schneller läuft verliert man wieder bei den Intervallen, dem
Auf-und Abwärmen und dem erschöpft am Straßenrand stehen. Auch bei den 3/1
Läufen ist es bei der Zeitberechnung (nennen wir es lieber Zeitabschätzung)
egal, wieviele Kilometer bei der Endbeschleunigung schneller gelaufen
werden sollen.
Soll ja nur ein grober Richtwert sein, damit man weiß, worauf man sich
einlässt.

Ciao O-"mag aufmerksame Testbenutzer"-li
Thomas R@ck
2007-10-16 16:38:03 UTC
Post by Oliver Scheuch
Was dabei raus gekommen ist, möchte ich mal hier zur Diskussion vorstellen
*Excel 97-2003 Format*
http://www.oliver-scheuch.de/laufen/marathon-trpl-v-0.9.xls
danke, habe ich mir heute mal in Ruhe angeschaut.

Da ich am 27.04.2008 ja den Darssmarathon laufen will, passt dein TP ja wie
die Faust aufs Auge. Zielzeit soll bei mir ähnlich/gleich sein.

Irgendwie bin ich mit den TP von Hubert Beck nicht so recht klargekommen. Es
ist also Zeit etwas Neues zu probieren.
Post by Oliver Scheuch
Anmerkungen/Kommentare/Verrisse/Kritik usw. sind gern gelesen.
ich persönlich finde die langen Läufe mit 32km zu kurz.

Ich würde bei der geplanten Zielzeit von 3h 30min mindestens! 2-3 Läufe mit
35 km Länge und entsprechender Endbeschleunigung einbauen.

Ihmo schadet auch ein langer Lauf (ohne EB) 1 Woche vorm MA nicht. Ich habe
damit vorm Darssmarathon im Mai diesen Jahres sehr gute Erfahrungen gemacht.


Derzeit sitze/liege ich ja mit einem kräftigem Hexenschuss zu Hause und
werde mir den TP mal entsprechend für mich umbauen.

Gruß Thomas, den nun der Hexenschuss voll erwischt hat, der sich kurz vor
dem Berlin-MA schon mal gemeldet hat ;-(
--
http://www.drsl.de?lid=4150

wer später bremst, ist länger schnell ;-o
Andreas Braukmann
2007-10-16 22:29:28 UTC
Post by Thomas ***@ck
Post by Oliver Scheuch
Was dabei raus gekommen ist, möchte ich mal hier zur Diskussion vorstellen
*Excel 97-2003 Format*
http://www.oliver-scheuch.de/laufen/marathon-trpl-v-0.9.xls
danke, habe ich mir heute mal in Ruhe angeschaut.
Oli hat das ja sehr stark an den Plaenen / Methoden von
Hal Higdon angelehnt.
Post by Thomas ***@ck
ich persönlich finde die langen Läufe mit 32km zu kurz.
Ich würde bei der geplanten Zielzeit von 3h 30min mindestens! 2-3 Läufe
mit 35 km Länge und entsprechender Endbeschleunigung einbauen.
Bevor Du das endgueltig entscheidest, lies Dich doch
(so rein sicherheitshalber) ein wenig bei Higdon ein.
Er stellt seine Plaene recht umfangreich kommentiert
auch im Web (<http://www.halhigdon.com/>)zur Verfuegung.

Er schreibt in der Einleitung zu den "Intermediate"-
Plaenen z.B.:
"Although some experienced runners do train longer, I see
no advantage in doing 23, 26 or even 31 mile runs. (I've
tried that myself in the past, and it just wore me out.)
Save your energy and concentrate on quality runs the rest
of the week. Consistency is most important. You can skip
an occasional workout, or juggle the schedule depending on
other commitments, but do not cheat on the long runs."

Und (ok, ich weiss - mangels Blick in die Excel-Files -
nicht, ob Oli das auch so vorgibt) bitte nicht vergessen,
dass die "long runs" nach Higdon mit hoher Vorbelastung
gelaufen werden. Er platziert direkt am Tag vor dem Long
Run einen MRT-Lauf.
Wenn diese Methode bei Oli nicht zum Einsatz kommt, spricht
MUTAN nix gegen eine Verlaengerung der langen Laeufe.

Die Kombination aus MRT-Lauf und einem Long Run am
Folgetag ist aber schon ein recht dicker Hammer, deren
Trainingsreiz ich keinesfalls unterschaetzen wuerde.
Post by Thomas ***@ck
Ihmo schadet auch ein langer Lauf (ohne EB) 1 Woche vorm MA nicht.
Higdon laesst *sehr* sorgfaeltig tapern. Er haelt aller-
dings die Intensitaet aehnlich hoch wie in den Vorwochen
und kuerzt radikal die km zusammen. In den Higdon Inter-
mediate- und Advanced-Plaenen findet der letzte Twenty-
Miler in Woche 15 von 18 statt. Der soll (wenn's passt
und moeglich ist) insgesamt schneller gelaufen werden
als die vorherigen:
"Your third and final 20-miler. For the first and second
20-milers, I suggested a pace 90 and 60 or more seconds
slower than race pace. All things being equal (including
course and weather), see if you can run slightly faster,
45 seconds or more slower than race pace, at least toward
the end of the run. But in all honesty, it is not that
important for you to run this workout faster than the
previous 20-milers. There are too many variables, including
your level of fatigue toward the end of a demanding training
schedule. Most important is the fact that you were able to
run three workouts this length within a space of five weeks."

Und legt nochmal Wert darauf, festzustellen:
"Would it have made sense to have increased the length of
your peak long run to 21, 22 or more miles? Some coaches
recommend just that, even taking runners beyond marathon
distance. I don't necessarily disagree with this approach,
but since you signed up to follow my program, you'll have
to peak at 20, not farther."
Post by Thomas ***@ck
Gruß Thomas, den nun der Hexenschuss voll erwischt hat, der sich kurz
vor dem Berlin-MA schon mal gemeldet hat ;-(
Andreas,
gute Besserung wuenschend.
Oliver Scheuch
2007-10-28 08:34:49 UTC
Post by Thomas ***@ck
Post by Oliver Scheuch
Anmerkungen/Kommentare/Verrisse/Kritik usw. sind gern gelesen.
ich persönlich finde die langen Läufe mit 32km zu kurz.
Ich würde bei der geplanten Zielzeit von 3h 30min mindestens! 2-3 Läufe mit
35 km Länge und entsprechender Endbeschleunigung einbauen.
Tja... das ist immer die große Frage. Wie viele lange Läufe und wie lang
müssen sie sein und wie schnell müssen sie gelaufen werden.

Greif macht in seinem Countdown jede Woche einen über 35km. Das finde ich
ziemlich heftig.
Steffny hat in seinem 3:30 Plan einen Lauf mit 32km und EB sowie 2 Läufen
mit 30km. Das finde ich ziemlich lau.
Ich bzw. Hal liegt da mal so in der Mitte. Ich glaube auch, dass die langen
Läufe mit Endbeschleunigung im Zusammenspiel mit den Einheiten im MRT einen
Tag davor schon ganz schön formbildend sind. Da läuft man in zwei Tagen
über 48km und davon 2/3 einer gesamten Marathonstrecke im MRT. Und das
eingebettet in Trainingswochen, die so ohne auch nicht sind.

Prinzipiell ist der Plan auch eher das Minimum, dessen, was man machen
sollte. Es ist für den Trainierer ja auch motivierender, wenn man ab und zu
mal die Vorgaben übererfüllen kann. Calin hat ja auch ungefähr nach dem
Plan trainiert und immer ein bisschen mehr gemacht. Darf man tun.
Post by Thomas ***@ck
Ihmo schadet auch ein langer Lauf (ohne EB) 1 Woche vorm MA nicht. Ich habe
Aber ich glaube er nützt auch nicht :-)
Im Allgemeinen sagt man ja, dass man in den letzten 2 Wochen nichts mehr
trainieren kann. Also lass ich das dann auch. Da bin ich eisern ;-)
Post by Thomas ***@ck
Derzeit sitze/liege ich ja mit einem kräftigem Hexenschuss zu Hause und
werde mir den TP mal entsprechend für mich umbauen.
Ich hoffe, es hat sich ausgehext mittlerweile.

Ciao Oli
Thomas R@ck
2007-10-29 19:32:54 UTC
Post by Oliver Scheuch
Aber ich glaube er nützt auch nicht :-)
Im Allgemeinen sagt man ja, dass man in den letzten 2 Wochen nichts mehr
trainieren kann. Also lass ich das dann auch. Da bin ich eisern ;-)
ich würde eher meinen, das sich der Körper entwöhnt, wenn man plötzlich mit
den langen Läufen aufhört.

Ihmo empfiehlt auch Greif einen langen Lauf, eine Woche vorm MA. Muss ja
nicht unbedingt 32km oder mehr sein.
Post by Oliver Scheuch
Post by Thomas ***@ck
Derzeit sitze/liege ich ja mit einem kräftigem Hexenschuss zu Hause und
werde mir den TP mal entsprechend für mich umbauen.
Ich hoffe, es hat sich ausgehext mittlerweile.
leider hat es mich doch recht heftig erwischt ;-(, 0km in 14 Tagen. Eine
Laufpause länger als 3 Tage hatte ich nun seit 18 Monaten nicht mehr. Aber
Morgen will ich mal eine kleine Runde versuchen, nachdem das Radfahren schon
wieder ganz ordentlich geht.

Gruß Thomas
Rud1ger Sch1erz
2007-11-04 22:59:53 UTC
Post by Thomas ***@ck
Post by Oliver Scheuch
Aber ich glaube er nützt auch nicht :-)
Im Allgemeinen sagt man ja, dass man in den letzten 2 Wochen nichts mehr
trainieren kann. Also lass ich das dann auch. Da bin ich eisern ;-)
ich würde eher meinen, das sich der Körper entwöhnt, wenn man
plötzlich mit den langen Läufen aufhört.
Der entwöhnt sich nicht, der erholt sich, und zwar auf ein höheres
Niveau, als vor der Belastung. Das heißt Super-Kompensation.
Post by Thomas ***@ck
Ihmo empfiehlt auch Greif einen langen Lauf, eine Woche vorm MA. Muss
ja nicht unbedingt 32km oder mehr sein.
Von Greifs Trainingsplänen halte ich immer noch nichts.

Tschau,
Rudiger
Alex Dummer
2007-11-05 21:20:45 UTC
Post by Rud1ger Sch1erz
Post by Thomas ***@ck
Post by Oliver Scheuch
Aber ich glaube er nützt auch nicht :-)
Im Allgemeinen sagt man ja, dass man in den letzten 2 Wochen nichts mehr
trainieren kann. Also lass ich das dann auch. Da bin ich eisern ;-)
ich würde eher meinen, das sich der Körper entwöhnt, wenn man
plötzlich mit den langen Läufen aufhört.
Der entwöhnt sich nicht, der erholt sich, und zwar auf ein höheres
Niveau, als vor der Belastung. Das heißt Super-Kompensation.
Hi Rüdiger,

meine Erfahrung sagt aber, dass das so nicht hinhaut. Vielleicht ist es
auch individuell verschieden. Ich hab lange nach dem Fehler gesucht
warum ich dieses Jahr im Frühjahr beim Langtriathlon eingegangen bin,
obwohl ich super ausgeruht war (gegenüber vorigem Jahr). Nach ein paar
Wettkämpfen in diesem Sommer und Herbst hab ich festgestellt, dass ich
einfach zu sehr ausgeruht war damals. Und ich hab festgestellt, dass es
anderen auch so geht. Sicher sollte man sich nicht ganz plattmachen vor
dem Wettkampf, aber zumindestens mir fällt es leichter (ausser
vielleicht die ersten km) aus einer normalen Belastung heraus eine
brauchbare Leistung zu erbringen.

Gruß Alex
Rud1ger Sch1erz
2007-11-05 23:13:58 UTC
Hi Alex,
Post by Alex Dummer
Post by Rud1ger Sch1erz
Post by Thomas ***@ck
Post by Oliver Scheuch
Aber ich glaube er nützt auch nicht :-)
Im Allgemeinen sagt man ja, dass man in den letzten 2 Wochen nichts mehr
trainieren kann. Also lass ich das dann auch. Da bin ich eisern ;-)
Das lass ich mal stehen, damit nochmal klar wird, dass es um die
letzten 2 Wochen vor dem Marathon geht.
Post by Alex Dummer
Post by Rud1ger Sch1erz
Post by Thomas ***@ck
ich würde eher meinen, das sich der Körper entwöhnt, wenn man
plötzlich mit den langen Läufen aufhört.
Der entwöhnt sich nicht, der erholt sich, und zwar auf ein höheres
Niveau, als vor der Belastung. Das heißt Super-Kompensation.
Hi Rüdiger,
meine Erfahrung sagt aber, dass das so nicht hinhaut. Vielleicht ist
es auch individuell verschieden. Ich hab lange nach dem Fehler gesucht
warum ich dieses Jahr im Frühjahr beim Langtriathlon eingegangen bin,
obwohl ich super ausgeruht war (gegenüber vorigem Jahr). Nach ein paar
Wettkämpfen in diesem Sommer und Herbst hab ich festgestellt, dass ich
einfach zu sehr ausgeruht war damals. Und ich hab festgestellt, dass
es anderen auch so geht. Sicher sollte man sich nicht ganz plattmachen
vor dem Wettkampf, aber zumindestens mir fällt es leichter (ausser
vielleicht die ersten km) aus einer normalen Belastung heraus eine
brauchbare Leistung zu erbringen.
"You cannot train hard and race well at the same time." (Lydiard)

Die Marathon-Trainer, die ich gut finde (weil sie mich fachlich
argumentativ überzeugen) haben alle eine längere Erholungsphase
(Tapering) vor dem Marathon als 2 Wochen. Und innerhalb der letzten 2
Wochen reduzieren sie deutlich die Umfänge.

Ein paar Beispiele:

Lydiard: Hat eine Trainingspyramide die in 3 Wochen freshening up vor
dem Marathon gipfelt. Der letzten langen Läufe vor dem
Marathon sehen z.B. so aus:
Woche 3: 36 km (Wochenumfang: 139 km)
Woche 2: 25 km
Woche 1: 17 km
Woche 0: Marathon
Infos zu Lydiard:
http://lydiardfoundation.org/training/understandinglydiardmethod.html

Pete Pfitzinger: (mein aktuell persönlicher Lieblingstrainer)
In den Trainingsplänen im Buch "Road Racing for Serious
Runners" peaken die M-Trainingspläne im Wochenumfang bereits
5 Wochen vor dem Marathon. Plan C ist der heftigste:
Woche 5: 22 miles (Wochenumfang: 100 miles)
Woche 4: 15 miles (89 miles)
Woche 3: 20 miles (76 miles)
Woche 2: 17 miles (66 miles)
Woche 1: 13 miles (49 miles)
Woche 0: Marathon (27 miles up to race)

Herbert Steffny: (finde ich auch gut)
In 10 Wochen zum Marathon unter 2:30 Stunden aus "Perfektes
Marathon Training" ist der Peak 4 Wochen vor dem Marathon:
Woche 7: 38 km (158 km)
Woche 8: 32 km (152 km)
Woche 9: 28 km (117 km)
Woche 10: Marathon

Hal Higdon passt da auch gut rein, hatten wir ja schon in diesem Fred.

Ich hab' mal Pläne für sportlich sehr ambitionierte Läufer genommen,
damit klar wird, dass das auch für die Elite gilt. Für die Hobbyläufer
gilt proportional das gleiche.

Tschau,
Rudiger
Alex Dummer
2007-11-06 15:25:07 UTC
Post by Rud1ger Sch1erz
Hi Alex,
Post by Oliver Scheuch
Aber ich glaube er nützt auch nicht :-)
Im Allgemeinen sagt man ja, dass man in den letzten 2 Wochen nichts mehr
trainieren kann. Also lass ich das dann auch. Da bin ich eisern ;-)
Das lass ich mal stehen, damit nochmal klar wird, dass es um die
letzten 2 Wochen vor dem Marathon geht.
Ok ;-).

[Trainingspläne]
Post by Rud1ger Sch1erz
Ich hab' mal Pläne für sportlich sehr ambitionierte Läufer genommen,
damit klar wird, dass das auch für die Elite gilt. Für die Hobbyläufer
gilt proportional das gleiche.
Ich hab vielleicht "nichts mehr trainieren" und nichts mehr machen,
etwas zu gleich gesetzt. Eigentlich wollte ich nur (für mich)
feststellen, dass ich eher Probleme bekomme wenn ich zu wenig mache in
den letzten beiden Wochen.

Gruß Alex
Christian Prior
2007-11-07 19:52:29 UTC
Post by Rud1ger Sch1erz
Hi Alex,
Post by Thomas ***@ck
Post by Oliver Scheuch
Aber ich glaube er nützt auch nicht :-)
Im Allgemeinen sagt man ja, dass man in den letzten 2 Wochen nichts mehr
trainieren kann. Also lass ich das dann auch. Da bin ich eisern ;-)
ich würde eher meinen, das sich der Körper entwöhnt, wenn man
plötzlich mit den langen Läufen aufhört.
Bin noch net lang dabei. Aber was mir auffaellt, dass der letzten
Trainingswoche eines Planes viel Aufmerksamkeit gewidmet wird. Dem
"Zielwettkampf".

Aber dagegen wird der Fortfuehrung der Saison wenig Beachtung geschenkt,
wie ich finde. (Weil immer nur vom Marathon die Rede ist?)

Ich erwarte fuer z.B. 4-6 Monate Training eine Form, die z.B. 6 Wochen
anhaelt. Als Belohnung fuer die Strapaze. Innerhalb dieser Zeit kann ich
eine Menge guter WKs rennen. NICHT nur den in der "Woche 0".

Die Woche 0 wird IMO ueberbewertet.
--
Christian Prior
Oliver Scheuch
2007-11-08 08:03:42 UTC
Post by Christian Prior
Post by Rud1ger Sch1erz
Hi Alex,
Post by Thomas ***@ck
Post by Oliver Scheuch
Aber ich glaube er nützt auch nicht :-)
Im Allgemeinen sagt man ja, dass man in den letzten 2 Wochen nichts mehr
trainieren kann. Also lass ich das dann auch. Da bin ich eisern ;-)
ich würde eher meinen, das sich der Körper entwöhnt, wenn man
plötzlich mit den langen Läufen aufhört.
Bin noch net lang dabei.
Dann erstmal ein "Moin"!
Post by Christian Prior
Aber was mir auffaellt, dass der letzten
Trainingswoche eines Planes viel Aufmerksamkeit gewidmet wird. Dem
"Zielwettkampf".
Aber dagegen wird der Fortfuehrung der Saison wenig Beachtung geschenkt,
wie ich finde. (Weil immer nur vom Marathon die Rede ist?)
Ich erwarte fuer z.B. 4-6 Monate Training eine Form, die z.B. 6 Wochen
anhaelt. Als Belohnung fuer die Strapaze. Innerhalb dieser Zeit kann ich
eine Menge guter WKs rennen. NICHT nur den in der "Woche 0".
NACK

Wir reden hier von einem Marathon. Da läuft man 42km und zerquetschtes -
das ist viel.
Da kann man nach einem voll gelaufenen Marathon im Allgemeinen nicht davon
ausgehen, am folgenden Wochenende noch mal eben einen hinterherzuhängen,
der als Wettkampf gelaufen wird.
Es *ist* die Woche 0, danach geht erstmal nichts mehr. Es gibt zwar die
Theorie, dass man die Superkompensation des eigentlichen Marathonlaufs noch
2 Wochen später in eine gute 10km-Zeit investieren kann, aber das ist dann
auch schon grenzwertig.
Nach dem Marathon muss man erstmal regenerieren. Für ein halbes Jahr
Training bekommst du die Belohnung für *einen* guten Marathonlauf. Dazu
noch eventuell bessere Vorraussetzungen für den nächsten
Trainingsabschnitt.
Post by Christian Prior
Die Woche 0 wird IMO ueberbewertet.
Inwiefern "überbewertet"?
Natürlich wird der Wochen *vor* dem Marathon viel Aufmerksamkeit gewidmet.
Form antrainieren kann man da nicht mehr. Form verlieren, sich kaputt
laufen kann man sich da schon eher.

- "Ich versteh das nicht, gestern im Training bin ich noch 30km im 5er
Schnitt gelaufen und heute beim Marathon halt ich das keine 20km durch...
ich muss irgendwie was falsches gegessen haben!"

Ciao Oli
--
erinnert mich bitte immer an <***@user.newsoffice.de>
Uwe Hercksen
2007-11-06 16:30:47 UTC
Post by Rud1ger Sch1erz
Der entwöhnt sich nicht, der erholt sich, und zwar auf ein höheres
Niveau, als vor der Belastung. Das heißt Super-Kompensation.
Hallo,

ein zu geringes Trainigspensum dürfte zur Entwöhnung führen, ein zu
hohes zur Ermüdung, das richtige Mass dazwischen zur Super-Kompensation.
Die Kunst ist nur das richtige Mass dazwischen für sich selbst zu finden...

Bye
Rud1ger Sch1erz
2007-11-06 20:21:31 UTC
Hi Uwe,
Post by Uwe Hercksen
Post by Rud1ger Sch1erz
Der entwöhnt sich nicht, der erholt sich, und zwar auf ein höheres
Niveau, als vor der Belastung. Das heißt Super-Kompensation.
[...]
Post by Uwe Hercksen
ein zu geringes Trainigspensum dürfte zur Entwöhnung führen, ein zu
hohes zur Ermüdung, das richtige Mass dazwischen zur
Super-Kompensation.
Da hast du recht!
Post by Uwe Hercksen
Die Kunst ist nur das richtige Mass dazwischen für
sich selbst zu finden...
Das ist mein Selbstexperiment seitdem ich laufe!

Ich hab' übrigens in dem Zusammenhang heute beim Stöbern bei Pete
Pfitzinger ein neues Trainingsmotto für mich gefunden.

Mein bisheriges Motto war: Train smart, not hard.
Bei Pfitzinger gefunden: Train hard and smart.

Das gefällt mir!

Ich hoffe, ich bleibe dabei.

Tschau,
Rudiger